Updates Sciora: Hüttenweg und Hüttenwarte
2. Dezember 2024 | Veröffentlicht in:
Stand Sciora-Weg und Cacciabella
Der Wegebau ist weit fortgeschritten: Zwei von vier Brücken sind bereits gebaut. Die Fundamente der beiden anderen Brücken stehen, und die Tragseile werden im Winter gefertigt. Der Bau der Wegabschnitte zwischen den Brücken sowie von der obersten Brücke bis nach Narvadar kommt im Frühling 2025 zum Abschluss. Der SRF-Einstein-Beitrag zeigte eindrucksvoll die atemberaubende Wegführung. Nach 2017 wird die Sciora-Hütte endlich wieder zugänglich sein.
All das verdanken wir den vielen großzügigen Spendern. Konkret haben wir als Sektion 300’000 CHF an die Bauherrin, die Comune di Bregaglia, überwiesen. Dieser Betrag ist durch Spenden und Mittel aus dem SAC Hüttenfonds bis auf 1’500 CHF gedeckt. Was für ein grossartiges Ergebnis! Herzlichen Dank an alle Sektionsmitglieder, die aktiv mitgearbeitet haben.
Eine weitere zugesagte Spende werden wir nicht mehr einfordern und stattdessen die Stiftung um Unterstützung für die Sciora-Hütte bitten. Weitere Informationen dazu folgen.
Die Sciora-Hütte ist auch über den Cacciabella-Pass erreichbar. Ein Fachmann des Bergführerverband Oberengadin hat zusammen mit Martin Ruggli den Cacciabella Pass rekognosziert und einen technischen Bericht erstellt. Die Sanierungskosten belaufen sich auf etwa 24’000 CHF. Dies beinhaltet Material, Arbeit und Transportflüge. Unsere Sektion und die Comune Bregaglia haben je 5.000 CHF zugesprochen. Den Restbetrag deckt der Verband über Wegunterhaltszahlungen und deren laufendes Budget.
Wir haben als Sektion ausdrücklich festgelegt, dass bei der Sanierung kein Klettersteig entsteht und der Weg weiterhin ein T5-Bergwanderweg bleibt, um die zentrale Zielgruppe der Sciora-Hütte – die Bergwanderer – zu erhalten.
Der dritte Zugang zur Sciora-Hütte von der Sasc-Füra bleibt unzugänglich und gesperrt, da das Steinschlagrisiko viel zu hoch ist.
Sciora-Hütte Warte
Auch hier gibt es sehr Erfreuliches zu berichten: Wir haben vier lokale Bewerbungen für die Bewartung der Hütte erhalten. Lokal bedeutet, dass es sich um Personen handelt, die eng mit dem Bergell verbunden sind, die örtlichen Gepflogenheiten kennen und sich aktiv einbringen können. Nur so kann die Sciora-Hütte effizient bewartet und mit lokalen Produkten versorgt werden.
Neben der lokalen Verankerung erwarten wir, dass die Hüttenwart:innen gute Gastgeber:innen sind und sorgfältig mit der Infrastruktur umgehen. Nach dem grossartigen Hüttenweg möchten wir den Gästen auch ein erstklassiges Hüttenerlebnis bieten.
Wir haben von Anfang an offen kommuniziert, dass 2024 ein Übergangsjahr wird. Denn obwohl die Betten und der Innenraum umgebaut sind, werden wichtige Bereiche wie das Energiemanagement, die Wasserversorgung, , die Abwasserreinigung und die Lebensmittellagerung erst 2025 angegangen. Diese großen Investitionen müssen sorgfältig geplant werden.
Von den vier Bewerbungen, hat sich ein Paar zurückgezogen, und eine weitere Bewerbung erschien uns ungeeignet. Somit befinden wir uns aktuell in konkreten Verhandlungen mit zwei Kandidat:innen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommen werden.
Wenn das gelingt, können wir das OK für die Wiedereröffnung der Hütte aktivieren.
Sciora-Hüttenumbauten / Frondienst
Dank des Frondienstes im Sommer schritt der Innenumbau der Hütte gut voran. Es war fast wie eine Art „Hütten-Fengshui“ – beeindruckende 900 kg Abfall wurden innerhalb einer Woche ins Tal geflogen.
Der Prototyp der neuen Bettenkoje wurde erfolgreich getestet, und die Schreinerei Sperb fertigt nun die weiteren an. Diese werden im Frühling, vor der Wiedereröffnung der Hütte, eingebaut. Ebenfalls im Frühling erfolgt der Einbau der Nasszelle für den Hüttenwart sowie die Reaktivierung der Energieversorgung. Während die Solarpaneele noch funktionsfähig sind, müssen die Batterien ersetzt werden, da sie nach 8 Jahren Tiefschlaf nicht mehr einsatzfähig sind.
Für die kommenden Arbeiten setzen wir auf Fronarbeit. Bitte meldet Euer Interesse bei Ruedi. Dieses Mal wird der Einsatz etwas anders organisiert, da der Umbau mehr Spezialwissen erfordert.